Zwischen Millenials und Gen Z – Im Gespräch mit Susanne Mostögl

Susanne, eine junge, talentierte Videografin mit leidenschaftlicher Arbeitseinstellung, teilt ihre Gedanken über die Bedeutung von Zweck und Engagement in der heutigen Arbeitswelt. In diesem inspirierenden Interview mit Richard reflektiert sie über ihren eigenen Weg zur Selbstständigkeit und wie sie durch hochwertige Videoproduktionen, sowohl für Privatpersonen als auch für Unternehmen, ihren Kunden einen zielgerichteten Mehrwert bietet. Lassen Sie sich von Susannes Geschichte inspirieren und entdecken Sie, wie „die Jungend von heute“ erfolgreich Projekte umsetzen kann.

Wo man sie findet? Unter https://www.revvidy.com

Transkript

Susanne:

Sehr oft sind gerade die Generationen über mir dankbar, dass ich Erfahrungswerte aus meiner Generation oder darunter mitbringen kann, in zum Beispiel ihre Videokonzepte, die sie aufstellen, weil ich die oft für nicht sinnvoll halte und dann begründen kann, warum.

Richard:

Susanne, du bist ein wunderbares Beispiel für mich, für eine mutige junge Frau. Und Susanne macht wunderbare Filme, sie wird uns nachher dann verraten, wo man sie finden kann, aber vielleicht kannst du uns, Susanne, noch in zwei, drei Sätzen sagen, worin besteht dein Geschäftsmodell?

Susanne:

Mein Geschäftsmodell besteht darin, dass ich möglichst zielgerichteten Videocontent für Kunden, sei es privat oder für Firmen, mache. Privat vor allem Hochzeitsvideos und im Firmenbereich vor allem zurzeit Social Media Content. Sichtbarkeit ist ganz wichtig und durch Video bringt man das heutzutage am besten zum Ausdruck.

Richard:

Wenn ich heute das Internet aufschlage oder vor allem Social Media, soziale Medien aufmache, sehe ich drinnen Menschen, die andere nicht groß werden sehen wollen, die sie schlecht machen. Ich sehe viele Kommentare, immer wieder nur das Zeichen dafür, dass das Menschen sind, die vielleicht nicht so erfolgreich sind. Und du bist für mich genau das Gegenteil, du bist eine junge Powerfrau. Ich finde es hervorragend, dass Menschen sich selbstständig machen, dass Menschen ein Ziel verfolgen, mit aller Konsequenz, auch mit einem sehr hohen Einsatz. Wie fühlt sich das an?

Susanne:

Gut, also für mich wahnsinnig gut. Es ist ein Gefühl, das ich entwickelt habe, zu merken, dass so etwas wie Selbstständigkeit etwas für mich ist. Und ein Ziel zu finden, tut generell gut, glaube ich. Also ganz egal, was es dann ist, es muss keine Selbstständigkeit sein. Es kann alles Mögliche sein, wo man das Gefühl hat, dass es einen auf eine Art und Weise erfüllt. Und so ein Ziel zu finden, ist sehr richtungsgebend für das eigene Leben, würde ich mal behaupten.

Richard:

Jetzt, wenn wir den Altersgenossinnen und Genossen anschauen, so höre ich vermehrt, 40 Stunden kann ich nicht arbeiten. 25 Stunden vielleicht. Wenn ich deren Arbeitseinsatz sehe, reichen wahrscheinlich 65 Stunden nicht. Was sagst du deinen Alterskolleginnen, wenn sie der Meinung sind, dass das, was du tust, so gar nicht das ihre ist?

Susanne:

Ehrlich gesagt ist es schwer, mich hineinzuversetzen in jemanden, der nicht so gerne arbeitet. Natürlich ist es verständlich, dass nicht jeder so eine große Freude mit seiner Arbeit hat, wie ich. Ich schätze mich diesbezüglich auch sehr glücklich, muss ich sagen. Deswegen, ja, es ist, was sage ich, ich sage, dass es verständlich ist, dass nicht jeder so gerne arbeitet, wie ich. Weil es für mich nicht nur Arbeiten ist, sondern Leidenschaft. Also da ist schon eine sehr große Überschneidungsmenge. Natürlich gibt es die Tage und Momente, wo es wirklich nur Arbeiten ist und wo man am liebsten auch alles schmeißen wird. Das ist die Wahrheit. Aber zum Glück ist die Aufwägung so, dass die der Großteil der Zeit doch sehr viel mit meiner Leidenschaft zu tun hat.

Richard:

Jetzt, wenn meine Gedanken weiterspinnen, wenn die nächste und übernächste Generation dann 25 Stunden arbeitet, wie wollen wir unseren Staat erhalten? Diesen Wohlfahrtsstaat. Ja. Ja. Wo wir freien Zugang zur Gesundheit haben, freien Zugang zur Bildung haben, all das muss irgendwie finanziert werden. Und es ist doch bis dato damit finanziert, dass möglichst viele Menschen Vollzeit, sprich in der Gegend von 40 Stunden arbeiten. Das wird nicht aufrechterhaltbar sein.

Susanne:

Ich würde auch behaupten, dass es definitiv zu Veränderungen kommen muss, was eben genau das System betrifft, wie es jetzt läuft und wie es sich jetzt aufrechterhält. Weil ich mir nicht vorstellen kann, dass das jetzt lange so bleiben wird, wenn die Tendenz da noch geht, so wenig wie möglich zu arbeiten als Mensch. Es werden sich auch Dinge verändern, wie die Digitalisierung oder das Einarbeiten von digitaler Arbeitskraft. Und wie das ausschauen wird, das weiß ich selber nicht. Also sowas ist definitiv. Oder ich weiß definitiv. Ich weiß definitiv, dass es so, wie es jetzt ist, nicht ewig weitergehen wird.

Richard:

Jetzt gehen wir noch einmal die Generationen durch. Du bist ja nicht die jüngste Generation, die den Arbeitsprozess drängt. Das sind halt die 15-Jährige, 15-, 16-Jährige, die also Lehrlinge sind. Wie siehst du das? Wie sehen die die Welt anders als du?

Susanne:

Um das richtig beantworten zu können, hätte ich tatsächlich gerne ein bisschen mehr Kontakt mit der Generation unter mir. Also ich zähle ja gerade so. Die Generation Z würde aber der Meinung sein, ich bin aufgewachsen wie ein Millenial.

Richard:

Und du bist eigentlich schon sehr digital aufgewachsen, kann man das so sagen?

Susanne:

Nicht so stark wie eine Generation Z. Also ich habe sicher nicht mein ganzer Jugendzugang zum Internet gehabt. Liegt aber an dem Haushalt, wo ich aufgewachsen bin. Und deswegen, ja, da sehe ich es schon großartig. Da ist ein großer Unterschied zu mir und Generation Z, als auch all dem, was danach kommt. Und ich selber wäre sehr neugierig, auch mehr darüber herauszufinden, wie das dann einen beeinflusst.

Richard:

Ich habe eine These, sie mag widersprüchlich sein, aber wenn ich heute viele junge Leute sehe, so sind die sehr schnell erschöpft. Und ich nehme es ernst, die sind wahrscheinlich wirklich erschöpft. Die können vielleicht keine 40 Stunden arbeiten oder sind nach einer, einer relativ kurzen Zeit dann einfach am Ende ihrer Kräfte. Eine These ist, dass durch das Wischfohn, wie ich es nenne, du ja ununterbrochen ganz schnell ganz viele Eindrücke hast. Und ganz kurz nur. Und das Hirn muss damit zurechtkommen mit dem Eindruck. Und ich kann mir schon vorstellen, dass durch diese vielen, vielen Eindrücke, die du auf einmal hast, einfach das Hirnkastel voll ist. Das kann dann nicht viel mehr aufnehmen. Ist das eine These, die du unterstützen könntest?

Susanne:

Eine Reizüberflutung kann ich mir sehr gut vorstellen. Es hat wahrscheinlich noch nie eine Zeit gegeben, in der so viele Eindrücke abrufbar waren in so kurzer Zeit für ein Gehirn. Das sage ich jetzt einmal. Und das habe ich eben auch nicht gehabt. Nicht in so jungen Jahren. Und es entwickeln sich, glaube ich, andere… Es entwickeln sich, glaube ich, andere…

Richard:

Fähigkeiten.

Susanne:

Fähigkeiten, genau. Also dass eben sehr viel in sehr kurzer Zeit zum Beispiel aufgenommen werden kann. Es ist viel. Es ist definitiv viel.

Richard:

So, viel ist für mich auch das Stichwort jetzt vielleicht für Ältere. Du hast ja wahrscheinlich eher mit Älteren zu tun als mit Jüngeren, weil du filmst so wie mich. Oder meine Gäste, die sind in der Regel alle älter. Siehst du ja auch die Zugangsart oder so. Die Zugangsweise von wie Ältere arbeiten, wie du arbeitest. Würdest du da signifikante Unterschiede erkennen?

Susanne:

Ja, schon. Mit meinen Kunden habe ich generell große Unterschiede. Weil meine Kunden schon von doch Generation Z bis UMA… Danke. Bist du so.

Richard:

Darüber hinaus.

Susanne:

In die Richtung habe ich schon eine große Spannweite, würde ich mal sagen. In die Richtung habe ich schon eine große Spannweite, würde ich mal sagen. Sehr oft sind gerade die Generationen über mir dankbar, dass ich Erfahrungswerte aus meiner Generation oder darunter mitbringen kann in zum Beispiel ihre Videokonzepte, die sie aufstellen, weil ich die oft für nicht sinnvoll halte und dann begründen kann, warum und was besser funktioniert in einer Welt, die auf Generation Z im Moment läuft.

Richard:

Also ich kann das ja nur bestätigen. Wir haben ja ein wunderbares Verhältnis, was das Sachliche betrifft, dass ich immer wieder sehr viel lerne von dir. Ich habe bestimmte Vorstellungen und oft korrigierst du mich und sagst, das ist vielleicht nicht so gut. Auf der anderen Seite hoffe ich, dass ich ab und zu ein paar gute Inputs hineinbringe aus einem anderen Blickwinkel. Und wenn dich wer sucht, wo findet man dich?

Susanne:

Zum Beispiel auf Instagram. Meine Firma heißt Ravidy. Wird eingeblendet, weil das schreibt sich ein bisschen schwierig, weil es ein Kunstwort von mir ist. Und natürlich auf der Homepage, die ich auch habe und auf YouTube, wenn man ein paar Beispiele von mir sehen will.

Richard:

So, ich bin am Ende dieses sehr netten Interviews mit Susanne. Danke vielmals. Susanne filmt für mich schon lange und hoffentlich noch weiterhin. Und wenn Sie mehr von diesen Filmen sehen wollen, finden Sie sie auf YouTube oder auf meiner Homepage www.richardkaan.com. Danke vielmals.

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